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Kommern



Kommern liegt am nordwestlichen Rand der Eifel und ist ein Ortsteil der Stadt Mechernich im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Kommern
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 19,25 km²
Einwohner: 4519 (30. Jun. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 235 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Eingemeindet nach: Veytal
Postleitzahl: 53894
Vorwahl: 02443
Ortszentrum (Kirchberg Ecke Kölner Straße)

Inhaltsverzeichnis


Allgemeines

Kommern, Luftaufnahme (2015)

Der Ort ist wegen seines geschlossenen Fachwerkensembles im historischen Ortskern bekannt. Touristische Attraktionen sind auch das Rheinische Freilichtmuseum und der Hochwildpark Rheinland. Kommern war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum des Blei- und Silberbergbaus. Dieser wurde von der noch heute sehenswerten Burg Kommern, einem Sitz der Herzöge von Arenberg, verwaltet. Von Anfang der 1950er bis Mitte der 1970er Jahre beherbergte sie ein Wohninternat für Mädchen.


Geschichte

Kirche, Kirchberg, und Burg um 1900

Am 1. Juli 1969 wurde Kommern nach Veytal eingemeindet.[2]

Vor dieser Eingemeindung war Kommern eine selbstständige Gemeinde, die unter dem langjährigen Gemeindedirektor Norbert Leduc (im Amt von 1953 bis 1969) ihre heutige Gestalt annahm: 1958 wurde Kommern zum Standort des Rheinischen Freilichtmuseums gewählt. Seit den 1960er-Jahren ist Kommern Luftkurort. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt der Mühlensee. Er staut den Bleibach in Form einer kleinen Talsperre auf. Der Bleischlamm, den der Bach aus dem Bleibergwerk mitbringt, in dem er entspringt, kann sich auf diese Weise unschädlich absetzen. Vorher überschwemmte der Bach im Frühjahr die Wiesen an seinen Ufern, weshalb regelmäßig Vieh am Bleigehalt des Grases erkrankte.

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Veytal (mit Ausnahme des Ortsteils Schwerfen, der zur Stadt Zülpich kam) in die Gemeinde (heute Stadt) Mechernich eingegliedert.[3]

1972 fand in Kommern die Landesgartenschau Nordrhein-Westfalen statt. Das Mühlental und der Mühlensee wurden integriert.


Kultur- und Sehenswürdigkeiten

Ziegenbrunnen, Kölner Straße Ecke Ackergasse

Verkehr

Die VRS-Buslinie 808 der RVK verbindet den Ort mit Mechernich und Euskirchen. Die Linien 809, 811 und 888, die als TaxiBusPlus nach Bedarf verkehren, stellen darüber hinaus den Personennahverkehr mit den angrenzenden Orten und der Stadt Mechernich sicher. Zusätzlich verkehren einzelne Fahrten der auf die Schülerbeförderung ausgerichteten Linien 868 und 893.

Linie Betreiber Verlauf
808 RVK Euskirchen Bf – Euenheim – Wißkirchen – Obergartzem – Firmenich – Schaven – Kommern – (Kommern-Süd –) Mechernich Bf (– Roggendorf – Denrath – Kalenberg – Wallenthal – Wallenthalerhöhe – Kall Bf)
809 RVK TaxiBusPlus (außer im Schülerverkehr): (Euskirchen –) Antweiler – Wachendorf – Lessenich – Rißdorf – Lessenich – Satzvey Bf – Katzvey – (Kommern-Süd – Kommern –) Mechernich
811 RVK TaxiBusPlus (außer im Schülerverkehr): Mechernich Bf – Kommern – Gehn – (Virnich –) Schwerfen – Sinzenich – (Floren –) (Merzenich – Hoven) / (Linzenich – Lövenich) – Zülpich – Rövenich / Nemmenich – Oberelvenich – Niederelvenich – Wichterich – Mülheim (→ Weiler in der Ebene)
868 Schäfer Satzvey – Obergartzem – Firmenich – (Kommern – Katzvey) / (Schaven – Gehn) – Mechernich Bf
888 RVK TaxiBus / AST-Verkehr: Mechernich Bf – Roggendorf – Hostel – Glehn – Eicks – Floisdorf – Berg – Floisdorf – Eicks – Kommern
893 Schäfer Kommern – Kommern-Süd – Katzvey – (Burgfey –) Mechernich Bf (→ Roggendorf → Denrath → Strempt → Mechernich Bf)

Öffentliche Einrichtungen und Vereine

Neben der Freiwilligen Feuerwehr gibt es in Kommern etwa 20 Vereine im kulturellen und sportlichen Bereich wie zum Beispiel den TC Blau Gold Kommern. Die Tennisplätze liegen mitten im Wald in Kommern-Süd.


Persönlichkeiten


Literatur

  • Norbert Leduc: Die Pfarre und die Kirche des hl. Severinus zu Kommern, Katholische Kirchengemeinde St. Severinus Kommern, Paulinus-Druckerei GmbH, Trier 1993

Weblinks

Commons: Kommern  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Kommern. In: mechernich.de. Stadt Mechernich, abgerufen am 6. Juni 2021.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87. 
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 309. 
  4. Sportverein VfL Kommern (abgerufen am 2. Mai 2011)




Quelle


Stand der Informationen: 16.12.2021 08:33:47 UTC

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